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Immobilienkäufer – sind die Melkkühe des Fiskus

Immobilienkäufer – Melkkühe des Fiskus

Ein schwedischer Immobilienhändler zeigt auf seiner Homepage auf, wie viel das deutsche Finanzamt durch die Grunderwerbsteuer am Immobilienkauf verdient und damit den Steuerzahler wie eine Melkkuh aberntet. ie Steueruhr tickt mit einer berauschenden Taktfrequenz und zeigt einmal mehr die Doppelmoral der deutschen Politik auf.

Die Doppelmoral deutscher Politik am Beispiel der Grunderwerbssteuer

Durch die Niedrigzinspolitik der EZB wird der Bürger kontinuierlich um den Ertrag seines erarbeiteten Verdienstes gebracht. Viele versuchen, der staatlichen Vermögensvernichtung durch dem Kauf einer Immobilie entgegen zu halten.

Und auch hier nimmt der Staat mit vollen Händen und greift dem Bauherrn oder Immobilienkäufer tief in die Tasche: Dank der Grunderwerbssteuer scheffelt – Wegelagerern gleich – das Finanzamt weitere Milliardensummen in den ohnehin schon übervollen Steuertopf.

Ein Milliardengeschäft für den deutschen Fiskus
Der schwedische Immobilieninvestor Einar Skjerven macht auf das Problem aufmerksam, das für deutsche Bauherren zunehmend zur Belastung wird: Die Grunderwerbsteuer. Anhand eines Echtzeit-Rechners zeigt Skjerven auf, wie sich die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer seit dem 1. Januar 2015 in den Städten Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München, Dresden, Stuttgart sowie Frankfurt entwickeln. Ein Milliardengeschäft für den deutschen Fiskus. Allein in den genannten Städten verleibte sich der Staat innerhalb von knapp zwei Monaten 109 Millionen Euro an Grunderwerbsteuer ein.

Im Jahr 2013 hat die Grunderwerbsteuer den Bundesländern rund 8,4 Milliarden Euro an Steuereinnahmen generiert. 2006 waren die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer noch um 2,3 Milliarden Euro niedriger.

Kein Halten mehr im Wettlauf der Steuererhöhung!!!!!!!!!!!!!

Viele Bundesländer wollen am Wohnimmobilienboom in Deutschland mitverdienen und haben den Steuersatz kontinuierlich angehoben. Mittlerweile liegt er je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent – Tendenz steigend. Berlin hat im Bereich der Steuertreiberei neben Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland, das ab dem 1. Januar 2015 6,5 Prozent kassiert, die Nase ganz weit vorn und profitiert laut der Aufstellung des Immobilieninvestors mit am stärksten vom Immobilienboom. So sind die Einnahmen in Berlin aus der Grunderwerbsteuer etwa doppelt so hoch wie im zweitplatzierten München. Berlin hob in den letzten Jahren die Grunderwerbsteuer zunächst auf 4,5 Prozent, später auf 5 Prozent und schließlich auf 6 Prozent an. In Bayern blieb der Satz bis heute unverändert bei 3,5 Prozent.

Das Schlusslicht unter den acht betrachteten Städten bildet Dresden. Zum einen werden in der Hauptstadt Sachsens weniger Immobilien gehandelt. Aber auch der Steuersatz ist mit 3,5 Prozent deutlich geringer.

Die Doppelmoral der deutschen Politik!!!!!!!!!!!!!!!
„Die deutsche Politik legt derzeit eine Doppelmoral an den Tag“, kritisiert Skjerven laut dem Handelsblatt. Einerseits gibt „Vater Staat“ vor, die Mieter mit staatlichen Eingriffen wie der Mietpreisbremse, die am Dienstag von Union und SPD verabschiedet wurde- vor Immobilieninvestoren beschützen zu wollen, was unter marktwirtschaftlichen Geschichtspunkten die Lage auf dem Wohnungsmarkt, nur noch verschärfen wird. Andererseits verdient sich die öffentliche Hand über die Grunderwerbsteuer eine goldene Nase am Wohnimmobilienboom.
Hierbei gibt sich der nimmersatte Staat jedoch nicht damit zufrieden, von den anziehenden Preisen zu profitieren. Viele Bundesländer erhöhen ihre Grunderwerbsteuer in erheblichem Umfang. So erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende im nordrhein-westfälischen Landtag, Norbert Römer, das „uns diese Schritt nicht leicht gefallen sei“. Die Mehreinnahmen aus der erhöhten Grunderwerbsteuer seien für die Reduzierung der Neuverschuldung vorgesehen.

Grunderwerbssteuer abschaffen
Immer wieder trägt die Immobilienwirtschaft die Forderung an die Politik heran, die Grunderwerbsteuer abzuschaffen, um mehr Anreize für den Wohnungsneubau zu schaffen. So kritisierte der Steuerzahlerbund, dass eine höhere Grunderwerbsteuer den Immobilienkauf immens verteuert und somit politischen Beteuerungen entgegen stehe, besonders in Ballungsgebieten die Wohnkosten nicht ausufern zu lassen.

Die Erhöhungen der Grunderwerbsteuer entlarven eine widersprüchliche Wohnungspolitik, da auf der einen Seite die Politik steigenden Wohnkosten den Kampf angesagt hat, andererseits verteuert sie das Wohnen durch steigende Steuern und Abgaben, so die Kritik. Auch zeigen immer neue Erhöhungen der Grunderwerbsteuer eine widersprüchliche Familienpolitik auf. Einerseits investiert der Staat Milliardenwerte in die Familienförderung, andererseits wird der gerade für Familien wichtige Erwerb von Wohneigentum immer weiter verteuert.

Die Grunderwerbsteuer war mit Verweis auf Steuervereinfachungen unter Abschaffung diverser Ausnahme- und Begünstigungsregelungen vor rund dreißig Jahren aufkommensneutral mit bundesweit einheitlich zwei Prozent eingeführt worden. Im Jahr 1997 wurde sie dann schlagartig auf 3,5 Prozent erhöht, was einer Steigerung um 75 Prozent entsprach, und blieb dann bis 2006 auf diesem Stand. Als die Gesetzgebungskompetenz auf die Bundesländer überging, gab es in vielen Ländern kein Halten mehr. Seither ist der Wettlauf um die höchsten Steuersätze in vollem Gange